Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm MGL e.V.
 
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  • Bau einer neuen über­dimen­sionierten Start/Landebahn mit 2320 m Länge und 45 m Breite. (Länger als z. B. in Dortmund; geeignet für Boeing 737, Airbus A320, aber auch für Lang­strecken­maschinen Boeing 757, MD 11, u. ä.)

  • Geplantes Flug­gast­auf­kommen von 2,8 Millionen Passagieren pro Jahr bis 2015.
    (Hinweis: Viele anerkannte Fache­xperten sehen diese Prognose als unrealistisch an und bezweifeln die Wirt­schaft­lich­keit des Flug­hafen­aus­baus, siehe z. B. ent-spre­chende Beiträge und Referenzen bei AIRPEACE e.V. Realistisch und ernst-haft bedroh­lich wird diese Prog­nose aller­dings unter Annahme des im folgen­den Abschnitt darge­stellten "Horrorszenarios".)

  • Bau eines über­dimen­sionierten Flughafen-Terminals mit 24 Park­positionen für Groß­flug­zeuge. Würde sogar für ein Flug­gast­auf­kommen von 7 Millionen Passa­gieren pro Jahr aus­reichen. Was haben die vor?

  • Täglich mehr als 100 Starts und Lan­dungen. Nach Angaben der Flug­hafen-gesell­schaft bedeu­tet dies für die Haupt­ver­kehrs­zeiten morgens und abends Starts und Lan­dungen im 3-Minuten-Takt.

  • Die Aus­weitung der Start/Lande­zeiten in den Nacht­bereich bis 23:00 Uhr ist Bestand­teil des Antra­ges auf Plan­fest­stellung. Die Salami­taktik zur weiteren Aus­deh­nung in den Nacht­bereich ist vor­pro­gram­miert.

  • Die Flug­schneise MGL Nord-West reicht in Neersen vom Grenz­weg bis zur Kirchhof­straße und streift den süd-west­lichen Ortsrand von Anrath.
    (s. Übersichtskarten weiter unten.)

  • Über­flug­höhen zwischen 30 m (Auto­bahn­kreuz Neersen) und 250 m (Cloerath) mit dem Lärm strahl­getrie­bener Groß­flug­zeuge.

  • Laut (beschö­nigend­em) Lärm­gut­achten der Flug­hafen­gesell­schaft treten im süd-west­lichen Orts­bereich von Neersen Lärm­pegel von 57 dB(A) äqui­valen­tem Dauer­schall­pegel auf. Einzel­über­flug­ereig­nisse mit Lärm­pegeln größer 85 dB(A) treten mit einer Häufig­keit von 31 mal pro Tag auf.
    (Hinweis: Ab 80 dB(A) ist in Gewerbe­betrieben das Tragen eines Gehör­schutzes gesetz­lich vor­ge­schrie­ben. Hier finden Sie weitere Infor­mation zur Lärmausbreitung und Lärmwirkung.)
          

Lärmausbreitung Flugzeug/LKW
Quelle: BVF e.V.

Überschneidung Flugrouten DUS - MGL
Quelle: AIRPEACE e.V.

  • Hohe Sicher­heits­risiken durch sich mehr­fach über­schnei­dende An/Ab­flug­routen der Flug­häfen Düssel­dorf (DUS) und Mönchen­glad­bach (MGL), siehe AIRPEACE-Information, sowie durch Vogel­schlag, durch das geplante Kerosin-Tank­lager an der A44 und wöchent­lich bis zu 140 Kerosin-Tank­last­züge.

  • 200-fach höheres Absturz­risiko als am Groß­flug­hafen Frank­furt.
    (Hinweis: Bei Anwen­dung der nieder­ländi­schen Gesetze auf Deutsch­land müßten in unmittel­barer Umge­bung des geplan­ten Flug­hafens MGL ca. 8150 Anwoh­ner "abge­siedelt" werden.)

  • Eine Geneh­migung des Plan­fest­stellungs­antrages hat die Wirkung einer sofort voll­zieh­baren Bau­geneh­mi­gung, d. h. fünf Minuten danach kom­men die Bagger und Beton­laster !

  • Unerträgliche Lärm- und Schad­stoff­belastung im Bereich der Flug­schneise MGL Nord-West (Neersen, Niederheide, Cloerbruch, Anrath).

  • Auch am Wochen­ende und in der Nacht.

  • Untrag­bares, unver­ant­wort­liches Sicher­heits­risiko für Leib und Leben.

  • Extremer Wert­verlust und Unver­käuf­lich­keit für Wohn­eigen­tum und Grund­stücke.

  • Aus für das Natur­schutz­gebiet Neersener / Schiefbahner Bruch.

  • Aus für Gast­stätten und Frei­zeit­betriebe mit Außen­anlagen.

  • Aus für die Schloss­fest­spiele.

Salamitaktik Stufe 1:

Nach Aussagen der Flug­hafen­gesell­schaft während des Erör­terungs­termins zum Plan­fest­stellungs­verfahren am 23. Juni 2005 ist die Bildung eines Flug­hafen­systems Düsseldorf-Mönchen­glad­bach beab­sichtigt und bean­tragt (obwohl im Plan­fest­stel­lungs­an­trag so nicht darge­stellt und zu Grunde gelegt). Dies ermög­licht eine belie­bige Ver­lage­rung von Flug­gesell­schaften und Starts/Lan­dungen von DUS nach MGL (z. B. Billig-Charter, Nacht­flüge, Luft­fracht, etc.).

Aufgrund der zu erwar­tenden Unwirt­schaft­lich­keit eines in räum­lichem Wett­be­werb mit anderen Flug­häfen stehen­den, selb­ständig operie­renden Flug­hafens MGL wird die Geneh­migung des Flug­hafen­systems DUS-MGL der nächste zwingende Schritt sein. Nur so läßt sich eine Wirt­schaft­lich­keit des Flug­hafens MGL, näm­lich im Verbund mit dem Flug­hafen Düssel­dorf International, über­haupt dar­stellen.

Mönchen­glad­bach degradiert zur Start­bahn West von Düssel­dorf !
 

Salamitaktik Stufe 2:

Die bean­tragte neue Start/Lande­bahn MGL könnte in einem weiteren Schritt problem­los nach Süd-Osten auf eine Länge von 3800 m verlängert sowie auf eine Breite von 60 m oder gar 75 m ausge­baut werden.

Eine derartige Erwei­terung der Start/Lande­bahn würde Starts und Lan­dungen von Groß­raum­flug­zeugen des Typs Boeing 747, Airbus A340 und Airbus A380 für die Bedie­nung von wich­tigen Fern­strecken nach Asien und Nord- bzw. Süd-Amerika ermög­li­chen. Hier hat der Flug­hafen Düssel­dorf Inter­natio­nal de facto keiner­lei Aus­bau­mög­lich­keiten am heu­tigen Stand­ort und damit einen erheb­lichen Wett­be­werbs­nach­teil gegen­über den umlie­genden euro­päi­schen Groß­flug­häfen Frank­furt, München, Amster­dam, London, Paris und Kopen­hagen. Alle Asien­flüge aus NRW müssen heute über einen dieser Flug­häfen abge­wickelt werden. Seit Jahren bemüht sich der Flug­hafen Düssel­dorf erfolglos, dieses Manko durch eine Start­bahn­erwei­terung bzw. durch die Suche nach Alter­na­tiv­stand­orten zu besei­tigen. Was läge also näher, als ...

Auf Anfrage teilte die Flug­hafen­gesell­schaft MGL während des Erör­terungs­termins zum Plan­fest­stel­lungs­ver­fahren am 23. Juni 2005 mit, dass eine derar­tige weitere Ver­län­ge­rung der Start/Lande­bahn MGL ein weiteres Plan­fest­stel­lungs­verf­ahren erfor­der­lich machen würde, was der­zeit noch (!) nicht geplant sei. Da haben wir es also:

Mönchen­glad­bach mutiert zur Start­bahn DUS-West für Fern­flüge mit B-747 und A380.

Ein Horror­szenario für die Region.

Ein Horror­szenario, das aber gut in die Ziel­setzung der neuen Lan­des­regie­rung NRW paßt. Die Koa­li­tions­ver­ein­ba­rung von CDU und FDP vom 20. Juni 2005 sagt zum Thema Luft­ver­kehr aus (Aus­zug, vollständiger Text hier):

"Nord­rhein-West­falen ist das indu­strielle Herz Deutsch­lands und Europas. Es kommt daher auf die globale Ver­netzung an, um Stand­ort­attrak­tivität zu gewähr­leisten. Die Koa­lition der Erneu­erung bekennt sich zur dezen­tralen Luft­ver­kehrs­kon­zep­tion. Wir sind uns gleich­zeitig einig, dass unser Land starke Luft­ver­kehrs­stand­orte braucht, Flug­häfen von euro­päi­schem und inter­na­tio­na­lem Rang unab­ding­bar sind und Flug­häfen als Job­ma­schi­nen enor­mes wirt­schaft­liches Poten­tial bieten."

Lassen Sie uns heute dafür kampfen, dass dieses Horrorszenario durch die Salamitaktik der Flughäfen DUS und MGL nicht bald bittere Realität wird !

Karte des An/Abflug­sektors 13 (Nord-West) des geplanten Ver­kehrs­flug­hafens Mönchen­glad­bach (MGL) im Bereich Willich-Neersen und Willich-Anrath:

Flughafen MGL An/Abflugsektor 13
   Download im Format 2048 x 1537 (1,8 MByte)

 Karten­aus­schnitt des An/Abflug­sektors 13 (Nord-West) im Bereich Willich-Neersen:

An/Abflugsektor im Bereich Neersen
   Download im Format 2048 x 1536 (1,3 MByte)

Weitere Infor­ma­tionen über die Bedro­hung durch den geplan­ten Flug­hafen­aus­bau MGL finden Sie auf den Internet-Seiten der Bürger­ver­eini­gungen und Ver­bände gegen Flug­lärm unter Externe Links.

 

 

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