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Salamitaktik Stufe 1:Nach Aussagen der Flughafengesellschaft während des Erörterungstermins zum Planfeststellungsverfahren am 23. Juni 2005 ist die Bildung eines Flughafensystems Düsseldorf-Mönchengladbach beabsichtigt und beantragt (obwohl im Planfeststellungsantrag so nicht dargestellt und zu Grunde gelegt). Dies ermöglicht eine beliebige Verlagerung von Fluggesellschaften und Starts/Landungen von DUS nach MGL (z. B. Billig-Charter, Nachtflüge, Luftfracht, etc.). Aufgrund der zu erwartenden Unwirtschaftlichkeit eines in räumlichem Wettbewerb mit anderen Flughäfen stehenden, selbständig operierenden Flughafens MGL wird die Genehmigung des Flughafensystems DUS-MGL der nächste zwingende Schritt sein. Nur so läßt sich eine Wirtschaftlichkeit des Flughafens MGL, nämlich im Verbund mit dem Flughafen Düsseldorf International, überhaupt darstellen. Mönchengladbach degradiert zur Startbahn West von Düsseldorf ! Salamitaktik Stufe 2:Die beantragte neue Start/Landebahn MGL könnte in einem weiteren Schritt problemlos nach Süd-Osten auf eine Länge von 3800 m verlängert sowie auf eine Breite von 60 m oder gar 75 m ausgebaut werden. Eine derartige Erweiterung der Start/Landebahn würde Starts und Landungen von Großraumflugzeugen des Typs Boeing 747, Airbus A340 und Airbus A380 für die Bedienung von wichtigen Fernstrecken nach Asien und Nord- bzw. Süd-Amerika ermöglichen. Hier hat der Flughafen Düsseldorf International de facto keinerlei Ausbaumöglichkeiten am heutigen Standort und damit einen erheblichen Wettbewerbsnachteil gegenüber den umliegenden europäischen Großflughäfen Frankfurt, München, Amsterdam, London, Paris und Kopenhagen. Alle Asienflüge aus NRW müssen heute über einen dieser Flughäfen abgewickelt werden. Seit Jahren bemüht sich der Flughafen Düsseldorf erfolglos, dieses Manko durch eine Startbahnerweiterung bzw. durch die Suche nach Alternativstandorten zu beseitigen. Was läge also näher, als ... Auf Anfrage teilte die Flughafengesellschaft MGL während des Erörterungstermins zum Planfeststellungsverfahren am 23. Juni 2005 mit, dass eine derartige weitere Verlängerung der Start/Landebahn MGL ein weiteres Planfeststellungsverfahren erforderlich machen würde, was derzeit noch (!) nicht geplant sei. Da haben wir es also: Mönchengladbach mutiert zur Startbahn DUS-West für Fernflüge mit B-747 und A380. Ein Horrorszenario für die Region. Ein Horrorszenario, das aber gut in die Zielsetzung der neuen
Landesregierung NRW paßt. Die Koalitionsvereinbarung von CDU
und FDP vom 20. Juni 2005 sagt zum Thema Luftverkehr aus (Auszug,
vollständiger Text hier): "Nordrhein-Westfalen ist das industrielle Herz Deutschlands und Europas. Es kommt daher auf die globale Vernetzung an, um Standortattraktivität zu gewährleisten. Die Koalition der Erneuerung bekennt sich zur dezentralen Luftverkehrskonzeption. Wir sind uns gleichzeitig einig, dass unser Land starke Luftverkehrsstandorte braucht, Flughäfen von europäischem und internationalem Rang unabdingbar sind und Flughäfen als Jobmaschinen enormes wirtschaftliches Potential bieten." Lassen Sie uns heute dafür kampfen, dass dieses Horrorszenario durch die Salamitaktik der Flughäfen DUS und MGL nicht bald bittere Realität wird !Karte des An/Abflugsektors 13 (Nord-West) des geplanten Verkehrsflughafens
Mönchengladbach (MGL) im Bereich Willich-Neersen und Willich-Anrath:
Kartenausschnitt des An/Abflugsektors 13 (Nord-West) im Bereich Willich-Neersen:
Weitere Informationen über die Bedrohung durch den geplanten Flughafenausbau MGL finden Sie auf den Internet-Seiten der Bürgervereinigungen und Verbände gegen Fluglärm unter Externe Links. |
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